Zeltner gewinnt Sekundenkrimi bei der 3. RSC-Rallye Wildetaube

Am 27. September 2025 trug der MC-Wildetaube-Langenwetzendorf seine bereits 3. RSC-Rallye Wildetaube aus. Die zweifachen Deutschen Rallyemeister Ruben und Petra Zeltner siegen nach einem offenen Schlagabtausch knapp vor Rudolf Reindl und Michael Ehrle. Das Podium komplettieren die beiden Tschechen Michal Mráz und Ales Karban bei deren ersten Auftritt auf einem Skoda Fabia R5. Mit 91 Starter im Bestzeitenfeld sowie weiteren 21 im Demofeld war die RSC-Rallye Wildetaube erneute außerordentlich gut besucht. 

Gerade einmal vier Tage hat es gedauert, bis die Nennliste für die 3. Aufgabe der RSC-Rallye Wildetaube voll war und damit die geplante Starterzahl von 120 Teilnehmern erreicht wurde. Insgesamt gingen 138 Nennungen ein, bis die Nennliste vorzeitig geschlossen werden musste.

Die Teilnehmer erwartete als WP 1 und 4 die Wertungsprüfung „Tiefes Tal“ mit rund 7,5 km Länge. Diese Wertungsprüfung wurde in den Vorjahren noch als Rundkurs gefahren, dieses Mal als Sprint. Die WP 2 und 5 war die im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Wertungsprüfung „Hirschbach“ mit knapp 4 km. Den Abschluss bildete der neue Rundkurs „Oberland“ als WP 3 und 6 mit fast 15 km Länge, der schon früher bei der Thüringen-Rallye gefahren worden ist.

Zum Auftakt setzen Ruben und Petra Zeltner gleich die erste Bestzeit, trotz Schotter fahren die beiden im Porsche 911 knapp schneller als die zwei Skoda Fabia R5-Teams Michal Mráz mit Co-Pilot Ales Karban und Vorjahressieger Rudolf Reindl mit Beifahrer Michael Ehrle. Dahinter komplettieren im Sekundentakt Dominik Honke (Subaru Impreza), Raphael Ramonat (Mitsubishi Lancer Evo 10), Ken Milde (Citroen DS3 R5), John Macht (Mitsubishi Lancer Evo 6), Reiner Hahn (Ford Fiesta R5), Roland Macht (Mitsubishi Lancer Evo 9) und Jan Horlbeck (Ford Fiesta Rally4) die Top Ten. Martin Häring auf Opel Manta B, im Vorjahr Gesamtzweiter, folgt indes erst auf Platz 11. Der Vorjahresdritte Michael Rausch scheidet durch einen Unfallschaden am Heck seines Opel Ascona B bereits auf WP 1 vorzeitig aus, nachdem er kurz davor im Volldrift hart einen Baum seitlich touchiert hatte. Auch Bernd Michel, der Favorit in der 2-Liter-Klasse der Produktionswagen, fällt mit defekter Antriebswelle auf WP 1 bereits nach wenigen Kilometern aus.

Auf WP 2 kontert Rudolf Reindl mit einer Bestzeit, knapp vor Ruben Zeltner. Martin Häring bringt sich mit einer dritten Gesamtzeit wieder voll ins Spiel um die Podestplätze der Gesamtwertung. Für einen Schreckmoment sorgt kurz vor dem Ziel der Überschlag des Teams Clemens Richter und Anne Schönheider, der aber außer Blechschäden am Ford Fiesta Rally4 der beiden ohne Folgen bleibt.

WP 3 erlebt wieder einen gut aufgelegten Ruben Zeltner, der eine deutliche Bestzeit vor Rudolf Reindl setzt. Dahinter folgt Markus Schmidtmeister im infernalisch brüllenden BMW M3 E30, vor Jan Horlbeck und Martin Häring.

Zur Pause liegen Ruben und Petra Zeltner im Zebra-Porsche gut 13 Sekunden vor Rudolf Reindl und Michael Ehrle. Fast 30 Sekunden beträgt die Lücke schon zu Michal Mráz, Raphael Ramonat, Jan Horlbeck, Reiner Hahn, Martin Häring, John Macht, Ken Milde und Markus Schmidtmeister, die allesamt noch um den dritten Podestplatz kämpfen.

Nach der Pause startet Zeltner schwach auf WP 4 und büßt fast seinen kompletten Vorsprung auf Rudolf Reindl ein. Die WP 5 muss aufgrund eines Autounfalls außerhalb der Rallye auf der Bundesstraße unweit von Wildetaube vorzeitig abgebrochen werden, da deshalb die auf dieser Prüfung eingesetzten Rettungskräfte und Feuerwehren abgezogen werden müssen. Die berechneten Zeiten schieben die Topteams vorne aber noch enger zusammen, so das gerade mal 1,4 Sekunden Zeltner und Reindl vor dem abschließenden XL-Rundkurs trennen.

Dort glüht Ruben Zeltner jedoch abermals eine deutliche Bestzeit in den Asphalt und gewinnt am Ende mit 13,6 Sekunden Vorsprung vor Rudolf Reindl. Platz drei geht an Michal Mráz, der vor Reiner Hahn und Bianca Pfaff zweiter seiner Klasse hinter Reindl/Ehrle wird. Raphael Ramonat gewinnt mit Beifahrerin Karina Derda als Gesamtvierte gleichzeitig auch die hubraumstärkste Klasse der Produktionswagen vor Roland Macht und Klaus Roßdeutscher und Sebastian Reichel mit Co Dominik Buß (alle Mitsubishi Lancer). John Macht mit Beifahrer Michael Teufel wird als 5. der Gesamtwertung zweiter seiner Klasse hinter den beiden Zeltners. Rang drei der größten Hubraumklasse bei den Tourenwagen erobern Thomas Muhm und Mario Liebschwager.

Jochen Gaiser und Sonja Hauptmann im Opel Ascona 400 siegen in der Klasse der Tourenwagen zwischen 2 und 3 Liter Hubraum vor Markus und Elia Schmidtmeister. Die Zweiliterklasse der Tourenwagen dominiert Martin Häring mit Beifahrer Stefan Schork, vor dem Honda Civic-Team Dirk und Jacqueline Knüpfer sowie Marcel Vetter und Rico Langheinrich auf VW Golf 1 GTI. Die Klasse zwischen 1.600 und 2.000 ccm Hubraum gewinnen Jan und Ivonne Horlbeck vor den beiden Opel Adam-Cup-Fahrzeugen von René Sebesta und Doreen Zemanik sowie Andreas Suchan und Dominic Gräbner. In der kleinsten Hubraumklasse der Tourenwagen bis 1.150 ccm anrechenbaren Hubraum starten 7 Trabant und 1 Wartburg, der allerdings schon auf WP 1 nach einem Ausritt samt Aufhängungsschaden ausfällt. Somit sind am Ende drei Tabbis vorn, nämlich die Teams Denny Hantke und Jens Barthel, Mario Keller und Felix Wolf sowie Christoph Raupach und Tobias Röder.

Nick Heilborn und Benjamin Melde auf BMW M3 E36 Compact setzen sich in der Klasse der Produktionswagen zwischen 2 und 3 Liter Hubraum vor den beiden BMW-Teams Conrad Rüdiger und Rico Wächtler sowie Leon Edenhofner und Daniela Seitz durch. Die Klasse der Produktionswagen zwischen 1.600 und 2.000 ccm anrechenbaren Hubraum gewinnen nach einem spannenden Zweikampf Rene Schubert und Nicolas van Gerven auf BMW 318is E30, knapp vor Yannik Keller und Lilly Kunz auf Ford Fiesta. Eine halbe Minute dahinter folgen die Renault Clio-Treter Stephan Dammaschke und Andrea Selzer.

Die Klasse bis 1.600 ccm bei den Produktionswagen sieht Dominik Romainczyk und André Sommer auf Peugeot 206 als Sieger, vor Christian Djoleff und Alexander Meyer auf Suzuki Swift Sport und dem tschechischen Duo Ondrej Rade und Lucie Bultasova auf Skoda Fabia. Gerhard und Claudia Meyer krönen die weite Anreise mit ihrem FIAT 128 mit dem Sieg in der kleinsten Hubraumklasse bei den Produktionswagen.

Die beiden Schleswig-Holsteiner Martin Berke und Michael Köpcke gewinnen die leistungsstärkste Klasse bei den Serienproduktionswagen über 245 PS mit ihrem Toyota Yaris vor Mario Kunstmann und David Gallo auf Mitsubishi Lancer Evo 7 und Nico Rostalski mit Sarah Schüßler auf Skoda Fabia TDI. Die Leistungsklasse zwischen 150 und 245 PS wird deutlich die Beute von Harald und Christopher Kaukorat auf Audi TT vor dem VW-Golf-Damenteam Lydia Eschenhorn und Carlotta Hielscher.

Nils Kreß und Eileen Völker holen sich auf BMW 318 Ti Compact den Klassensieg in der Leistungsklasse zwischen 122 und 150 PS vor den Opel Kadett-Tretern Alexander Oehlers und Brian Garrison sowie der VW Golf-Besatzung Tommy Schmidt und Marcus Lesser.

Der VW Golf 2 von Sascha Köth und Stefan Herrmann fährt zum Klassensieg in der leistungsschwächsten Klasse der Serienproduktionswagen bis 122 PS.

Insgesamt erreichen 69 der gestarteten Teams das Ziel in Wertung. Damit endete aus sportlicher Sicht die Rallyesaison des RSC e. V. im Sportjahr 2025. Schon jetzt können sich alle auf die 4. RSC-Rallye Wildetaube am 26.09.2026 freuen.

Quelle: RSC-Rallye Wildetaube 2025 | RSC e. V. – mein Motorsportdachverband

Bild: Steve Andreis cliPixx

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